Uns allen ist klar, dass Englisch heutzutage die nahezu universale Sprache darstellt. In unserer Zeit ist es unbedingt erforderlich, Englisch sprechen zu können, nicht nur für die Anwendung im Beruf, sondern auch bei Reisen, um Informationen einzuholen, um zu studieren, um im Internet Suchvorgänge durchzuführen und vieles andere mehr.

Wie können wir erreichen, dass eine einsprachige Gesellschaft von einem Tag auf den anderen eine andere Sprache lernt? Selbstveständlich wird die Antwort auf diese Frage zunächst bei den Schulen gesucht. Hier ist der Ort, wo unsere Kinder die meisten Stunden des Tages verbringen und wo die meisten Lehrmethoden entworfen werden.

Wir wissen um die Bedeutung eines möglichst frühen Beginns beim Erlernen der englischen Sprache.  Dies führt uns dazu, nach den neuesten Englisch-Lehrmethoden für die ersten Lebensjahre zu suchen und sie in die Praxis umzusetzen. Die erwünschte soziale Zweisprachigkeit drängt die Schulen zum Handeln. Die „zweisprachige Schule“ ist somit zum meistgesuchten Angebot unserer Zeit geworden.

Gleichzeitig steht fest: Obwohl die Schule den Unterricht in fremden Sprachen angesichts des ernsten sozialen Strebens nach Zweisprachigkeit nicht mehr unterlassen kann, ist ihre Ausgangsbasis dieselbe, wie vor dreißig Jahren - einsprachige Schüler. Dabei darf nicht vergessen werden, dass das Ziel sich wesentlich geändert hat: hohe Kompetenz bei der Anwendung von einer oder zwei fremden Sprachen. Man steht somit vor einer Herausforderung methodologischer Art, die auf vielen Wegen - alle gangbar und legitim - gelöst werden kann.

A. Zweisprachigkeit als schulisches Ziel, auf dem Hintergrund einer sozialen und familiären Situation, die nicht zweisprachig ist. Zwei Modalitäten einer schulischen Strategie.

–        Schule A: Das Kind erhält den gesamten Unterricht in der zu erlernenden Fremdsprache. Auf diese Weise wird der Gebrauch derselben und somit das Erlernen garantiert. Manchmal geht die Einführung der Sprache über den Lehrplan hinaus und es wird eine sozio-kulturelle Einführung im schulischen Umfeld durchgeführt und zwar auf dem Hintergrund der Kultur der zu erlernenden Sprache. Die soziale Verbindung unter Gleichaltrigen ist in vielen Fällen die einzige Gelegenheit für das Kind, die normale Sprache im Bereich der Ausbildung zu gebrauchen.

–        Schule B: eine zweite, alternative Strategie, durch die die Anwendung von zwei Sprachen sowie eine entsprechende grundlegende Alphabetisierung garantiert wird. Zweifellos ist dies eine Option, bei der die Ausbildung der Sprache eine Priorität gegenüber anderen Aspekten, wie zum Beispiel der Vertiefung von Wissen oder der beruflichen Spezialisierung, darstellt.

B. Hohe Kompetenz in einer oder zwei Fremdsprachen als schulisches Ziel. - Ohne Einschränkung der persönlichen und beruflichen Möglichkeiten, die sich aus einer hohen Kompetenz in der Beherrschung der Muttersprache ergeben

Bei dieser Option wird der Sprachunterricht in die traditionelle akademische Aufgabenstellung der Schule unserer Zeit integriert. Dies ist ohne Veränderung und Anpassung nicht möglich. Es erfordert neue schulische Formate, meist im organisatorischen und methodologischen Bereich, muss aber nicht notwendigerweise eine akademische Einschränkung zur Folge haben und noch weniger eine Einschränkung der Kompetenz in der Muttersprache. Wir sprechen von einer „schulischen Reform“, die weit über bloße Veränderungen in der Gesetzgebung des Bildungsbereiches hinausgeht.

Die dementsprechende schulische Strategie ruht auf drei Säulen; in ihnen finden wir die methodologische Innovation beim Sprachunterricht im Colegio Nuestra Señora de Schoenstatt:

  1. Anstoßen des Lernprozesses der Fremdsprache
    1. Frühe Identifizierung des von der Muttersprache verschiedenen Sprachschlüssels
    2. Vertrautwerden mit demselben
    3. Fähigkeit, von der einen in die andere Sprache zu übertragen.

 

  1. System zur fortschreitenden Aneignung der Sprache, basierend auf der natürlichen Struktur bei der Aneignung einer Sprache
    1. mündlich-komprensiv
    2. mündlich-expresiv
    3. Lesen und Schreiben
    4. integraler Gebrauch der erlernten Sprache, sowohl mündlich als auch schriftlich

 

  1. Abwechslung in der Anwendung der methodischen Mittel:
    1. Erlernen der formellen Struktur der Sprache
    2. Gebrauch der Sprache als Werkzeug für Projekte, als Brücke zwischen Form und Funktion: Arbeitsgruppen für Märchenerzählen, Theater oder Lektüre und wissenschaftliches Labor.
    3. Funktionaler Gebrauch der Sprache. Anwendung der Sprache in Fächern außerhalb des normalen sprachlichen Lehrplans: Sport, Kunst, Musik und Technologie
    4. Sozio-kulturelle Einführung im Rahmen des natürlichen Umfelds. Austausch mit Muttersprachlern, sozio-kulturelle Einführung im Ursprungsland der zu erlernenden Sprache.

 

Abteilung für Sprachen

Colegio Nuestra Señora de Schoenstatt

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